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Signifikante Erhöhung der Lebenserwartung bei Promyelozyten-Leukämie durch Ayurveda

Ayurveda Studie Erhöhung Lebenserwartung Promyelozyten LeukämieLeukämie bedeutet sinngemäß so viel wie „Weißblütigkeit“ und wird auch als (weißer) Blutkrebs bezeichnet. Man versteht hierunter eine Erkrankung des blutbildenden oder des lymphatischen Systems und gehört im weiteren Sinne zu den Krebserkrankungen.

Leukämien zeichnen sich durch stark vermehrte Bildung von funktionsuntüchtigen Vorläuferzellen der weißen Blutzellen (Leukämiezellen) aus. Sie breiten sich im Knochenmark aus und verdrängen dort die übliche Blutbildung. Diese Leukämiezellen können Leber, Milz, Lymphknoten und weitere Organe infiltrieren. Hierdurch wird ihre Funktion beeinträchtigt. Durch die Störung der Blutbildung vermindern sich die normalen Blutbestandteile. Es entsteht eine Anämie durch einen Mangel an sauerstofftransportierenden roten Blutkörperchen, ein Mangel an blutungsstillenden Blutplättchen und ein Mangel an reifen funktionstüchtigen weißen Blutzellen. Je nach Krankheitsverlauf unterscheidet man akute (lebensbedrohliche) und chronische Leukämien.

Die Promyelozytenleukämie ist eine äußerst seltene Form der Leukämie. Als Therapie für alle Leukämie-Arten gibt es vorwiegend die Chemotherapie mit diversen Nebenwirkungen.

Kurzbeschreibung der Studie

An einem Forschungsinstitut für Ayurveda- und Siddha-Medizin erbrachten drei Ärzte anhand dieser Studie den Nachweis, dass Ayurveda die Lebenserwartung bei Leukämie mit hohem Risikofaktor signifikant und nebenwirkungsfreier erhöhen kann. Die Studie wurde durchgeführt am Tata Memorial Hospital Mumbai im September 1995.

Der Studienteilnehmer war ein 47-jähriger Diabetiker, welcher an Promyelozytenleukämie erkrankt war und konventionell behandelt wurde. Nach der ersten Behandlung hatten sich nach 60 Tagen zwar die hämatologischen Werte verbessert, zytogenetisch bestand die Krankheit weiter. Für die Dauer von rund zwei Jahren erhielt er insgesamt drei Chemotherapien (zunächst mit Daunorubicin und Cytarabin, später mit Idarubicin und Etoposid), die zwar jede für sich zunächst Heilerfolge brachten. Leider erlitt der Patient jeweils wenige Monate später nach den Chemotherapien jedoch einen Rückfall. Beim dritten Rückfall lehnte er weitere Chemotherapien ab und stellte sich für die ayurvedische Pilot-Studie zur Verfügung.

Zur Behandlung wurde ihm ein Jahr lang ein eigens hergestelltes Medikament verabreicht, welches Navajeevan, Kamadudha Rasa und Keharuba Pisti enthielt. In den darauffolgenden fünf Jahren erhielt er jährlich für jeweils insgesamt drei Monate (mit Unterbrechungen) ayurvedische Behandlungen.

Das vielversprechende und positive Ergebnis der Studie war, dass der Patient vollständig geheilt wurde, ohne dass irgendwelche der üblichen schädlichen Nebenwirkungen auftraten. Bis jetzt hat er über 13 Jahre seit Beginn der ayurvedischen Behandlungen weitergelebt.

Da der Patient nach seinem zweiten Rückfall keine andere Therapie erhielt, kann die ayurvedische Therapie als verantwortlich für die Heilung seiner Erkrankung angesehen werden. Die vielen anderen Patienten mit akuter Promyelozytenleukämie, welche mit konventioneller Therapie behandelt wurden, haben begrenztere Möglichkeiten der Heilung. Ein ayurvedischer Ansatz wie aus der vorliegenden Studie könnte helfen, ebenso auch bei anderen Fällen der Leukämie. Allerdings sind weitere geeignete klinische Studien erforderlich, um die Beobachtungen und Ergebnisse zu untermauern, so dass vorteilhafte ayurvedische Therapien mit herkömmlicher schulmedizinischer Therapie verbunden werden können.

  • Originaltitel der Studie: Herbo-mineral ayurvedic treatment in a high risk acute promyelocytic leukemia patient with second relapse: 12 years follow up
  • Autoren: Balendu Prakash, Purvish M. Parikh und Sanjoy K. Pal
  • Originalsprache: Englisch
  • Veröffentlichungsdatum: September 2013
  • Originalstudie: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3087364/
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